Wurzelraumversorgung

Wurzelraumversorgung

 

Was braucht ein Baum, um zu wachsen?

Untersuchungen haben gezeigt, dass Wurzeln, die am Standort des Baumes ideale Bedingungen vorfinden, nicht zwangsweise in benachbarte Leitungstrassen einwachsen oder Beläge hochdrücken. Wird die Wurzel des Baumes mit allem zum Leben notwendigen versorgt, sind Schäden an der umliegenden Infrastruktur so gut wie ausgeschlossen und der Baum bleibt lange gesund und standsicher. Neben der Verwendung optimaler Böden und ausreichenden Bewässerungsmaßnahmen muss vor allem der notwendige Bodengasaustausch immer gewährleistet sein.  


Größtmögliche Raumausnutzung durch gezielte Wurzelraumversorgung

Bei Verwendung optimaler Böden oder Pflanzsubstrate, ausreichender Belüftungs- und Bewässerungmaßnahmen und dem Einsatz moderner Bauweisen kann die Durchwurzelungstiefe über 1,5 m betragen. Dadurch kann in vielen Fällen eine fehlende Flächenausdehnung der Pflanzgrube kompensiert werden. Die verwendeten Böden oder Substrate bleiben dauerhaft durchwurzelbar und liefern alles was zum Wachstum gesunder Bäume benötigt wird.


Instandsetzung und Schutz von Bestandsbäumen

Zur biologischen Rekultivierung eines Bestandsbaumes und dessen Standortes ist es unablässig, dass Maßnahmen zur Verbesserung der Bodenbelüftung und Bodenbewässerung durchgeführt werden. Fachleute müssen den Stand von eventuellen Schäden aufnehmen und die besten Maßnahmen zum Schutz des Baumes ermitteln.


Was passiert mit einem Baum, wenn er nicht ausreichend mit Luft versorgt wird?

An urbanen Baumstandorten kann die Bodendurchlüftung durch verschiedenste Faktoren ernsthaft gefährdet sein. Gasdichtes Bodenpflaster und stark verdichtete Oberbodenschichten verhindern in vielen Fällen einen Austausch der Bodengase und eine Anreicherung des Bodens mit atmosphärischem Sauerstoff. Das hat zur Folge, dass das von den Wurzeln produzierte Kohlendioxid in den unteren Bodenschichten gefangen wird, sich dort anreichert und die Wurzel regelrecht erstickt.
Sollte eine ausreichende Versorgung der Baumwurzeln mit Sauerstoff nicht gewährleistet sein, wird eins von zwei Szenarien eintreten.

 

  • Früher Wachstumsrückgang und Tod des Baumes:

Ein junger Baum, der neu in eine zu kleine und unbelüftete Pflanzgrube gepflanzt wird, wird so lange wachsen bis seine Wurzeln das Pflanzloch vollständig ausfüllen (Blumentopfeffekt). Sobald die Kapazitäten an Raum und Nährstoffen aufgebraucht sind wird das Wachstum stoppen und der Baum, entweder direkt oder geschwächt und verkrüppelt, später eingehen

 

  • Diverse Schäden an städtischer Infrastruktur:

Baumwurzeln können nur dort wachsen, wo Sauerstoff im Boden in genügender Menge zur Verfügung steht. Schäden durch Wurzelwuchs an Pflasterflächen und Rohrleitungen entstehen, weil an urbanen Standorten ohne spezielle Belüftungsvorrichtungen nur direkt unter dem Pflasterbelag Sauerstoff vorhanden ist. Unterhalb des Pflasters ist der Boden so stark verdichtet, dass hier keine Wurzeln überleben können. Unter z. B. Gehwegplatten ist eine dünne Schicht Sand, die über die Plattenfugen mit Sauerstoff und geringen Mengen Nährstoffen angereichert wird. Auch an Rohrleitungen entlang ist Wachstum möglich, weil hier die Erde nicht vollkommen verdichtet werden kann und Dichtegrenzen entstehen, die einfacher zu durchwurzeln sind. Bei unzureichender Gestaltung eines Baumstandortes werden Wurzeln aus Mangel an besseren Möglichkeiten, diese Bereiche erschließen, was dort über die Jahre hinweg zu den bekannten und kostspieligen Schäden durch Hochdrücken des Pflasters und Einwuchs in Rohrleitungen führt.

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