Krone, Stamm, Laub & Wurzeln

Blätter, Krone und Stamm

Botanisch werden Bäume grundsätzlich in die beiden Klassen der Laub- und Nadelgehölze unterschieden. Der Leitbaum der Firma HUMBERG, der Ginkgo Biloba, stellt hierbei eine Sonderform dar. Er ist der letzte lebende Vertreter einer ansonsten ausgestorbenen Baumgruppe und bildet eine ganz eigene Klasse.

 

Die oberirdischen Teile des Baumes werden in verschiedene Bereiche und Abschnitte aufgegliedert und benannt:

  • Die Baumkrone beginnt dort, wo sich der Stamm in Starkäste gabelt und setzt sich fort in den Grob-, Schwach- und Feinästen, bzw. den Zweigen, die dann die Blätter tragen. Auch als Gestaltungselement ist die Baumkrone von großer Bedeutung.
  • Die Blätter leisten den elementaren Beitrag zur Versorgung des Baumes mit Nährstoffen, da dort der Fotosyntheseprozess abläuft. Form und Aufbau der Blätter variiert je nach Baumart und -sorte stark.
  • Der Baumstamm oder Schaft trägt die Baumkrone mit dem Blätterwerk. Er besteht im Querschnitt aus verschiedenen Zonen und wird äußerlich vor allem durch die Borke charakterisiert. Der größte innere Teil, das Splint- und Kernholz, besteht aus totem Material und dient der Festigkeit und Stabilität des Stammes.
  • Die Borke (ugs.: Baumrinde) dient vor allem als Schutz der darunter befindlichen Wasser und Nährstoff leitenden Schichten (Bast und Kambium). Je nach Baumart weist sie eine ganz eigene Struktur auf und ist neben der Form der Blätter eines der wichtigsten Erkennungsmerkmale zur Bestimmung einer Baumart. Mechanische Verletzungen der Borke sind unter allen Umständen zu vermeiden, weil sie schnell zu Erkrankungen durch Pilz- und Insektenbefall des Baumes führen können.
Baumschutzroste

 

Baumkronentypen

 


Bäume sind empfindlich gegenüber Verletzungen

Bemerkenswert im Aufbau des Stammes ist, dass nur die dünnen Bastschichten unterhalb der Borke lebendig sind. Das Kernholz (vgl. Abb. nächste Seite) dient als Stützkonstruktion und enthält keine lebenden Zellen mehr. Bei den meisten Baumarten ist die Borke, wenn der Baum noch jung ist, dünn und wird mit dem Alter immer robuster. Manche Baumarten, wie beispielsweise Platanen, stoßen aber auch im Alter die Borkenplatten regelmäßig ab und besitzen daher einen nur relativ schwachen Schutz vor mechanischen Beschädigungen und starker Sonneneinstrahlung. Darum müssen Stämme von neu gepflanzten Bäumen einen Sonnenschutz aus Schilfrohr-, Reetmatten oder einen weißen Schutzanstrich bekommen, um nicht zu überhitzen. Überhitzung führt, wie bei anderen Lebewesen auch, zur Schädigung der Zellen und die junge Rinde kann in relativ kurzer Zeit entlang des gesamten Stammes aufplatzen. Eine Verletzung des Stammes begünstigt das Eindringen von Mikroorganismen, vor allem von Holz abbauenden Pilzen, was dann zur Fäulnis des Stammes und zum anschließenden Verlust des Baumes führt.